Geschichte Schloss Neuburg

Die heutige Anlage von Schloss Neuburg geht zurück auf die Burg Hohinrot aus der Zeit um 970. Der Name Hohinrot bedeutet soviel wie Waldrodung auf der Höhe.

Anno 976: die Burg mit der Abtei Mosbach wird unter die Lehenshoheit des Bistums Worms gegeben.

 

1290: Neubau im größeren Stil. Als einer der ersten Besitzer ist Dieter von Obrigheim bekannt. Von ihm geht die Burg über an Gerungus von Helmstadt.

 

bis 1401: im Besitz von Bechtold Vetzer. Dieser verkaufte die Burg aus Geldknappheit an König Ruprecht von der Pfalz. Damit ist Burg Neuburg/“Nuweburg“ (so wurde Burg Hohinrot 1385 erstmals benannt) für rund 400 Jahre in den Händen der Kurpfalz und wird an verdiente Hofbeamte und Militärs als Lehen vergeben:

1408 Ritter Herdegen von Hornheim

1424 Geschlecht derer von Wittstattgen Hagenbuch

1469 Philipp von Massenbach der Ältere

1482 Philipp Sundolt

1491 Peter Sundolt

1505-1621: die Herren von Rossau sind mit der Neuburg belehnt.

 

In dieser Zeit findet ein größerer Umbau statt.

– Entstehung des 5. Obergeschosses des hauptgebäudes

– Bau des Anbaus mit Sattelgiebel

– Ritterfigur auf dem Torbogen an der ehemaligen Zugbrücke

1621: die Neuburg ist ein Lehen des kurfürstlichbayerischen Kanzlers Georg Friedrich von Isselbach. Dieser muss sie

jedoch nach dem Westfälischen Frieden wieder abtreten.

 

1660: Christoph Cloß von Newenbürg Vogt des Amtes Bretten

1731: Franz Metzger von Neubyrg

1752: Überlassung der Neuburg als Erbbestandsgut an Johann Bentz.

 

Die Ritterburg wird Gutshof 1803: Die Neuburg geht an das Fürstentum Leiningen. Während dieser Zeit erfolgen einschneidende Umgestaltungen und der Gutshof wird Schloss

 

1845: Erbgraf Carl Wenzeslaus von Leiningen-Billigheim erwirbt die Neuburg, um mit seiner Erwählten, der 19 jährigen Prinzessin Elisabeth von Sayn Wittgenstein- Berleburg-Ludwigsburg hier zu leben. (Inschrift auf der doppelten Freitreppe)

 

1856 Erbgraf vermählt sich nach dem Tode von Elisabeth mit Maria von Arco-Zinneberg. Anlässlich der Hochzeit und in Gedenken an seine erste Frau entsteht die Gedenktafel in der Nordostecke des Schlosshofes mit der Inschrift: von süßem Zauber hier umholdet, kehrt die Vergangenheit zurück und von Erinnerung vergoldet, erscheint das gegenwärtige Glück

 

1869: die Neuburg kommt in den Besitz der Linie Cetto. Danach steht sie einige Jahre leer und verkommt immer mehr.

 

1935: Kreisschulungsburg

 

Nach 1945: das Land Baden-Württemberg übernimmt die Burg. Für einige Jahre dient sie als Zuflucht für Flüchtlinge und Heimatvertriebene.

 

1959: eine Hotelierfamilie richtet in ihren Mauern ein Hotel mit Restaurationsbetrieb ein.

 

1978: die Kernkraftwerk GmbH in Obrigheim erwirbt die Anlageund lässt sie von Grund auf renovieren und verpachtet sie anschließend wieder als Hotel und Gasstättenbetrieb.

 

2001: es erfolgt die zweite Komplettrenovierung und Anpassung der technischen Ausrüstung an heutige Standards eines Tagungs- und Eventhotels der gehobenen Klasse. Investitionen in die Instandhaltung bzw. Modernisierung.

 

2007: Richard Waibel erwirbt das traditionreiche Schloss

Seit November 2007 ist das Hotel und Restaurant unter der Leitung von Stefan Rode und Snjezan Kis